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Ahura Mazda und Ahriman sind Zwillingsgeister. Vom Beginn der Zeit an existierten als die Verkörperung von Gut und Böse zwei Mächte. Der eine war Ahura Mazda (Ohrmuzd), welcher ein Schöpfer war. Sein Name bedeutet "weiser Herr". Als sein Gegenstück existierte Ahra Manyu (Ahriman), der Ahura Mazda weder untergeordnet ist, noch eine Art "gefallenen Engel" wie in der christlichen Mythologie darstellt. Sie existierten als miteinander streitende Wesen, die so die Gegensätze verursachen (wie zum Beispiel Licht und Schatten, Krankheit und Gesundheit). Von Urbeginn an, bewohnte Ahura Mazda die helle und reine Sphäre in der Oberwelt. Ahriman jedoch lebte in der Unterwelt, die dunkel und barbarisch war. Ahura Mazda erschuf zuerst die himmlischen Wesen. Danach erschuf er die Welt, zuerst in geistiger und dann in materieller Form. Sie sollte perfekt sein, also war die flach. Es gab keine Berge und die Sonne stand fest und sicher senkrecht am Himmel. Sie war jedoch nicht für die Menschen gedacht, sondern als Falle für Ahriman, der unablässig daran arbeitete, die Schöpfung von Ahura Mazda zu zerstören. Trotzdem erschuf dieser den ersten Menschen und brachte ihn in die Welt. Der Name dieses ersten und perfekten Menschen war Gayomard. Er war absolut vorbildlich, das heißt er war glücklich, gut und ohne hohe Ansprüche. Mit ihm zusammen erschuf Ahura Mazda auch das Ur-Rind. Zusammen wurden sie später zum Ursprung allen Lebens auf der Erde. Aber auch Ahriman war während dieser Zeit nicht faul. Er erschuf furchtbare Dämonen, mißgestaltet und zerstörerisch, damit er mit ihnen Ahura Mazdas "Gute Schöpfung" angreifen konnte. Als er sich dazu in der Lage fühlte, kam er auf die Erde und mit ihm seine Dämonen. Mit ihnen griff er den ersten Menschen und das Ur-Rind an. Er quälte sie und tötete sie schließlich. Aus dem Samen des getöteten Rindes gingen alle nützlichen Tiere und Pflanzen hervor, aus dem des Menschen entstand jedoch eine Pflanze. Diese war etwas besonderes, denn ihre Blätter vereinigten sich zum ersten menschlichen Paar. So trug das Böse zwar dazu bei, die Welt mit Leben zu erfüllen, war jedoch gleichzeitig nun auch in ihr gefangen. Seitdem können die Menschen nie mehr die Perfektion des ersten Menschen Gayomard erreichen, denn Ahrimans Dämonen sorgen dafür, daß er ständig zwischen Gut und Böse hin- und hergerissen ist. |
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