Die griechischen Götter Herakles und Iphikles



Kurz bevor Amphitryon vom Feldzug gegen die Taphier zurückkehrte, kam Zeus in Amphitryons Gestalt zu dessen Gemahlin Alkmene und zeugte mit ihr einen Knaben, der den Namen Herkules erhielt. Von ihrem Ehemann empfing Alkmene kurz darauf Iphikles. Sie brachte neun Monate später die beiden Knaben als Zwillinge zur Welt.

Herakles

Herakles (auch Herkules oder Hercules) war ein Sohn des Zeus und der Alkmene, Alkmene eine Enkelin des Perseus. Stolz kündigte Zeus allen Göttern und Göttinnen die Geburt seines Sohnes an und prophezeite, dass dieser ein berühmter Held werden und über des ganze Geschlecht der Perseiden herrschen wird.

Hera, die Gemahlin des Zeus wurde von Zorn und Wut erfasst, äusserlich blieb sie jedoch gelassen. Sie entwickelte einen arglistigen Plan und bat lächelnd Zeus, er möge schwören, derjenige solle Herrscher der Perseiden werden, der in diesen Tagen als erster geboren wird. Ate, die Göttin der Verblendung half Hera, indem sie Zeus verwirrte, so dass er Heras Absicht nicht durchschaute und den Schwur leistete. Hera eilte daraufhin nach Argos und beschleunigte die Geburt des Eurystheus, Sohn des Perseiden Sthenelos und seiner Gattin. Erst danach gebar Alkmene die Zwillinge Iphikles und Herkules.

Nachdem Zeus von dem Vorgefallenen erfahren hatte, warf er zornig die Göttin Ate aus dem Olymp, si dass sie fortan unter den Menschen leben musste. Zeus musste seinen Eid halten, bewog Hera jedoch zu dem Versprechen, dass Herkules nur solange Untertan des Eurystheus sein solle, bis er zwölf Arbeiten auf dessen Befehl ausgeführt habe. Danach solle er die Unsterblichkeit erlangen.

Die zwölf Aufgaben erwiesen sich als sehr gefährlich. So musste Herkules den Nemeischen Löwen töten, die Lernäische Hydra erschlagen, die Hirschkuh Herynitis lebendig fangen, den schrecklichen Eber aus dem Erymanthosgebirge töten,die Ställe von Augias an einem Tag ausmisten, die Stymphaliden, ungehäuere Raubvögel verjagen, den Stier des Königs Minos bändigen, die Rosse des Diomedes lebendig herbeischaffen, den Gürtel der Amazonenkönigin Hippolyta herbeischaffen, die Rinder des Riesen Geryoneus nach Mykene bringen, die drei goldenen Äpfel on einem Baum aus dem Garten der Götter pflücken und den Hund Kerberos aus der Unterwelt herbeischaffen. Herkules erfüllte alle zwölf Aufgaben und bestand noch weitere gefährliche Abenteuer, von denen viele in den Sternbildern verewigt sind. Letztendlich bedeutete dies das Ende der Knechtschaft für Herkules, der letztlich auch die Unsterblichkeit erlangte.


Iphikles

Er ist der Sohn des Amphitryon und der Alkmene und jüngerer Halbbruder des Herakles. Mit seiner Gattin Avtomedusa ist er Vater des Jolaus.

Als seine Mutter Alkmene bereits von Zeus mit Herakles schwanger war, zeugte der vom Gott betrogene Amphitryon mit ihr noch diesen Sohn, der einen Tag nach Herakles zur Welt kam. Schon als Säuglinge unterschieden sich die Halbbrüder, denn als Amphitryon in ihre gemeinsame Wiege zwei Schlangen warf, um herauszufinden, welcher der beiden sein Sohn sei, suchte Iphikles Reißaus zu nehmen, während Herakles selbige beherzt erwürgte.

Sonst war er aber sehr tapfer, beteiligte sich an der Jagd auf den kalydonischen Eber und zog mit Herakles gegen den Hippokoon und Augias. Bei letzterem Abenteuer erlitt er schwere Verwundungen. Zwar nahmen sich die Eheleute Buphagus und Promne seiner an, doch konnten sie ihm nicht das Leben retten.




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